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  • Ruine der buddhistischen Vihara in Paharpur

    Die Ruinen des buddhistischen Klosters von Paharpur befinden sich im gleichnamigen Ort im Distrikt Naogaon in Bangladesch. Das Kloster war während der Regentschaft der Familie der „Pala“ die Wohnstätte von Mahayana-Buddhisten und galt als wichtiges Studien- sowie Kulturzentrum zu dieser Zeit.

    Die Bedeutung des ehemaligen Klosters von Paharpur liegt in seinem außerordentlich großen Einfluss auf die gesamte buddhistische Architektur in Südostasien. Auf seinem Gelände wurden etliche archäologisch bedeutsame Funde gemacht, die wichtige Rückschlüsse auf die Kultur zur Zeit der Pala-Dynastie (von etwa 750 bis ins Jahr 1161) im heutigen Bangladesch zulassen. 1985 wurden die Ruinen des buddhistischen Klosters von Paharpur von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

    Das Kloster auf diesem Gelände gilt als größtes auf dem indischen-pakistanischen Subkontinent. Im 8. Jahrhundert ließ es Dharmpala, der König von Bengalen aus der Dynastie der Pala, erbauen. Die heutige Ruinenanlage beherbergt die Überreste der rund neun Hektar weiten Klosteranlage „Somapura Mahavihara“, welche ein intellektuelles und spirituelles Zentrum für Hindus, Jainas sowie allen voran Buddhisten darstellte. Zahlreiche Terrakotta-Tafeln an den Außenmauern des Klosters zeugen auch heute noch von dem starken Einfluss dieser Religionsströme zu jener Zeit. Die Bedeutung des Klosters reichte weit über die Grenzen Bengalens, bis etwa nach Kambodscha, hinaus. Sie beschränkte sich auch keineswegs nur auf das Geistliche und Intellektuelle. So war das Kloster von Paharpur in jener Zeit architektonisch wegweisend für die Baukunst von buddhistischen Klöstern in ganz Südostasien. Etwa 300 Jahre danach, als die dem hinduistischen Glauben angehörige Familie Sena, die eine Konkurrenz zur Familie der buddhistischen Palas darstellte, an die Macht in Bengalen kam, verlor das spirituelle Zentrum zunehmend an Bedeutung. Ab dem 12. Jahrhundert geriet es schließlich gänzlich in Vergessenheit. Die Klosteranlage sowie auch die rund 60 Steinplastiken, die sich auf ihrem Gelände befinden, wurden erst im Laufe des 19. Jahrhunderts wiederentdeckt.

    Die quadratisch angelegte Anlage misst an den Seiten rund 307 Meter an Länge und hat 177 Zellen, welche einen Innenhof umgeben, sowie einen Stupa im inneren Zentrum. Die Zellen dienten als Unterkünfte für die Mönche sowie auch als deren Gebetsräume. Das Hauptheiligtum des Klosters ist aus einfachen Ziegelsteinen gefertigt und in drei jeweils übereinander angeordnete Terrassen gegliedert. Heute ist es etwa 22 Meter hoch, Experten schätzen seine ursprüngliche Höhe jedoch auf über 30 Meter Höhe. Ein Schacht, der sich in der obersten der Terrassen befindet, soll in früherer Zeit Reliquien enthalten haben. Auf dem Gelände des ehemaligen Klosters wurden neben einer stattlichen Anzahl an Schreinen und Stupas vielerlei Gegenstände in unterschiedlichen Größen und Gestalten gefunden, wie etwa Terrakotta-Tafeln, Steinskulpturen, Keramik, Münzen sowie aber auch Inschriften.

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